
Stephen Daltry, Musik
Es hat mir wirklich Freude bereitet, die Musik zu
“The Lost World of Mr Hardy” zu komponieren, auch
wenn meine eigene Angelerfahrung sich darauf beschränkt als
12jähriger Makrelen in Lyme Bay zu fangen. Ich bin auf der
anderen Seite des Hadrians Wall von Alnwick aufgewachsen, auf dem
Solway Firth und ich werde mich immer daran erinnern, wie ich die
“Halbnetz” Fischer dort beobachtete. Jedenfalls
empfinde ich eine starke Verbindung zu der Landschaft und den Leuten im
Film. Die Natur war immer sehr wichtig für mich und es ist
kein Zufall, dass ich von Komponisten wie Debussy und Delius
beeinflusst bin; sie hatten ebenfalls eine starke Verbindung zur Natur.
Für mich besitzt Musik die Eigenschaft, einen in die Vergangenheit zurück versetzen zu können und einen gleichzeitig aber auch voran zu treiben. Die Geschichten und die Arbeit von Menschen wie dem Fliegenbinder Ken Middlemist sind wichtig und faszinieren mich. Es sind Stimmen einer Welt, die langsam verschwindet und es freut mich, wenn meine Musik das unterstreichen kann.
Andy habe ich an der National Film School getroffen, wo ich Filmmusik studiert habe. Ich habe die Musik für seinen Kurzfilm “Katarzyna” geschrieben; es folgte eine weitere Zusammenarbeit an einigen Industriefilmen und dann an seinem Kurzfilm “English Goodbye”. Für Andy ist die Natur ebenfalls sehr wichtig, was sich in all seinen Filmen zeigt. Die Charaktere sind immer sehr beeinflusst durch die Umgebung, die Landsschaft spricht für sie, drückt ihre Gedanken aus. Vielleicht ist das der Grund, warum sich unsere Zusammenarbeit so fruchtbar entwickelt hat – unsere Arbeit ist von der gleichen Kraft getrieben.
Ich habe mich in meiner Arbeit auf Dokumentarfilme spezialisiert: ”The Hunt” (BBC/ZDF, Gewinner des Cultural Prix Italia 1999), zwei Filme über Princess Diana für ITV, Filme über Catherine Cookson und Oscar Wilde und gerade komponiere ich die Filmmusik zu einem Film über das Leben der Großherzogin Charlotte für das Luxemburger Kino und Fernsehen.